Schadensersatzrecht

Mit dem Schadensersatzrecht wird die Frage geregelt, ob ein Geschädigter für den erlittenen Schaden einen Ausgleich zu erhalten hat. Im deutschen Recht gilt der Grundsatz der Naturalrestitution, d.h. grundsätzlich ist der Geschädigte so zu stellen, wie er ohne das schädigende Ereignis stehen würde. Bei einer beschädigten Sache hat der Geschädigte grundsätzlich einen Anspruch auf Reparatur, alternativ einen Anspruch auf Geldersatz.

Grundsätzlich gilt, wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet, § 823 Abs. 1 BGB. Auch Vertragsverletzungen, z.B. Verzug mit einer Leistungspflicht, können einen Anspruch auf Schadensersatz begründen.

Häufig stellen sich Rechtsfragen zu der Schadensverantwortlichkeit, Schadenszurechnung sowie Schadenshöhe. Der Geschädigte hat grundsätzlich eine Schadensminderungspflicht. Allerdings verstößt in aller Regel die Beauftragung eines Rechtsanwaltes nicht gegen die Schadensminderungspflicht, weshalb auch die Kosten der Rechtsverfolgung vom Schädiger zu tragen sind.